Die Themen vor Ort gemeinsam voranbringen

Stefanie Wernet MdL zum Antrittsbesuch nach der Landtagswahl bei Bürgermeister Klaus Hämmerle – Windkraft, Betreuung, Nahwärme und kommunale Investitionen im Mittelpunkt

Winden im Elztal. Von der Windkraft über die Betreuung von Grundschulkindern bis zu Nahwärme und kommunalen Investitionen: Eine ganze Reihe konkreter Themen stand beim Antrittsbesuch der direkt gewählten Landtagsabgeordneten Stefanie Wernet bei Bürgermeister Klaus Hämmerle auf der Tagesordnung. Nach der Landtagswahl sucht Wernet den direkten Austausch mit den Städten und Gemeinden ihres Wahlkreises, um frühzeitig aufzunehmen, was die Kommunen beschäftigt und wo Entscheidungen des Landes unmittelbar vor Ort wirken. Am Gespräch in Winden nahm auch die CDU-Ortsvorsitzende Marita Schmieder teil.

Für Wernet war der Termin im Windener Rathaus zugleich mit persönlichen Erinnerungen verbunden. Sie ist in Winden im Elztal aufgewachsen, ihr Vater war viele Jahre Bürgermeister der Gemeinde. „Winden ist für mich deshalb ein besonderer Ort. Wenn ich ins Rathaus komme, werden natürlich viele Erinnerungen wach“, sagte Wernet. Entscheidend sei für sie heute aber vor allem der Blick nach vorn: „Ich möchte wissen, was die Gemeinde aktuell beschäftigt, wo es hakt und welche Themen ich für meine Arbeit im Landtag mitnehmen muss.“

Ein wichtiger Punkt im Gespräch war die Windenergie. Beim geplanten Windpark im Bereich Tafelbühl und Eckle beschäftigen sich Gemeinde und Gemeinderat mit einer ganzen Reihe von Fragen, vom konkreten Vorhaben über die Waldumwandlung bis hin zu notwendigen Ausgleichsmaßnahmen. Hinzu kommt die regionale Planung der Flächen für die Windenergienutzung. Für Wernet ist wichtig, dass solche Vorhaben auf einer rechtssicheren Grundlage vorangebracht und die Belange der betroffenen Kommunen ernst genommen werden. Die beim Gespräch angesprochenen Fragen hat sie deshalb für ihre weitere Arbeit auf Landesebene aufgenommen. „Bei großen Infrastruktur- und Energieprojekten brauchen alle Beteiligten Klarheit und Verlässlichkeit. Gleichzeitig ist es richtig und wichtig, dass die kommunale Ebene mit ihren Erfahrungen und örtlichen Kenntnissen gehört wird“, betonte die Abgeordnete.

Auch die Betreuung von Grundschulkindern war Thema. Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, der seit dem Schuljahr 2026/27 zunächst für die ersten Klassen gilt und anschließend jahrgangsweise aufwächst, stehen insbesondere kleinere Gemeinden vor organisatorischen und finanziellen Herausforderungen. Wernet begrüßt in diesem Zusammenhang die interkommunale Zusammenarbeit, die hier gemeinsam von mehreren Gemeinden im Elztal angedacht ist. „Nicht jede kleinere Gemeinde kann jede Struktur für sich allein vorhalten. Gerade deshalb sind gemeinsame und pragmatische Lösungen im ländlichen Raum der richtige Weg.“ Wichtig sei, dass die Kommunen dafür verlässliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit hätten. 

Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs war die Wärmeversorgung. In Winden haben in diesem Jahr die Bauarbeiten für das Netz der Nahwärmegenossenschaft begonnen. Für Wernet zeigt das Projekt, wie viel Eigeninitiative vor Ort vorhanden ist. „Gerade im ländlichen Raum brauchen wir Lösungen, die zu den örtlichen Gegebenheiten passen. Wenn Mitbürgerinnen und Mitbürger gemeinsam Verantwortung übernehmen und Projekte voranbringen, verdient das verlässliche Rahmenbedingungen.“

Daneben standen die Investitionen der Gemeinde in ihre Infrastruktur im Mittelpunkt. Für die Erneuerung der Mehrzweckhalle Oberwinden erhält Winden in diesem Jahr 108.000 Euro aus der kommunalen Sportstättenbauförderung des Landes. „Eine Mehrzweckhalle ist gerade in einer Gemeinde wie Winden weit mehr als nur ein Gebäude“, sagte Wernet. „Hier findet Sport statt, hier treffen sich Vereine und Generationen, hier wird Gemeinschaft gelebt. Deshalb ist es wichtig, dass unsere Kommunen auch in schwierigen finanziellen Zeiten in solche Einrichtungen investieren können.“

Auch das laufende Flurneuordnungsverfahren „Zusammenlegung Winden im Elztal“ kam zur Sprache. Für einen weiteren Bauabschnitt wurden im Juli 638.152,63 Euro Fördermittel bewilligt. Mit dieser aktuellen Tranche werden acht Hofzufahrten in Oberwinden ausgebaut und eine Trockensteinmauer als ökologische Ausgleichsmaßnahme errichtet. Das Teilprojekt umfasst Investitionen von rund 808.000 Euro. Insgesamt wurden im bisherigen Verlauf des Flurneuordnungsverfahrens bereits Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von mehr als 2,14 Millionen Euro auf den Weg gebracht. „Gerade bei unseren Schwarzwaldhöfen sieht man, wie wichtig eine zeitgemäße Erschließung für die Land- und Forstwirtschaft und damit auch für den Erhalt unserer Kulturlandschaft ist“, betonte Wernet.

Für die Landtagsabgeordnete zieht sich durch die unterschiedlichen Themen ein gemeinsamer Punkt: „Politik wird vor Ort konkret. Ob Betreuung, Halle, Energieversorgung oder die Erschließung unserer Höfe, am Ende geht es immer darum, ob eine Gemeinde ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern gute Bedingungen bieten und sich weiterentwickeln kann.“ Gerade deshalb sei ihr der regelmäßige direkte Austausch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern wichtig. „Sie wissen, wo Entscheidungen in der Praxis funktionieren und wo nachgebessert werden muss. Diese Erfahrungen möchte ich in meine Arbeit in Stuttgart einbringen.“

Wernet und Bürgermeister Klaus Hämmerle wollen bei den angesprochenen Themen weiter im engen Austausch bleiben. „Winden ist eine Gemeinde mit viel Eigeninitiative. Mir ist es wichtig, mir vor Ort ein Bild zu machen, Anliegen aufzunehmen und dort verlässlich zu begleiten, wo das Land gefragt ist.“

Bild: Stefanie Wernet, Bürgermeister Klaus Hämmerle, Marita Schmieder (Vorsitzende des CDU-Ortsverbands Winden im Elztal)

28.08.2026