
Stuttgart. Der Ausschuss für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat hat in der vergangenen Sitzung am 23. September beschlossen, eine gemeinsame Anhörung zur Wasserverfügbarkeit und zu den Folgen von Hitze in der Landwirtschaft anzustreben. Stefanie Wernet MdL, Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion für Obstbau und Sonderkulturen, begrüßt diesen Schritt. „Für die Betriebe im Obstbau und bei den Sonderkulturen ist die Frage der Wasserversorgung von ganz praktischer Bedeutung. Wenn längere Trockenphasen und hohe Temperaturen zunehmen, müssen die Betriebe ihre Kulturen zuverlässig mit Wasser versorgen können. Deshalb ist es wichtig, dass wir die Erfahrungen aus der Landwirtschaft direkt in die weitere Beratung einbeziehen“, sagt Wernet. Aus Sicht der CDU-Abgeordneten braucht es dabei einen Blick auf die gesamte Wasserbewirtschaftung. Neben einer bedarfsgerechten Bewässerung gehe es auch darum, Niederschlagswasser stärker zurückzuhalten und Speichermöglichkeiten auszubauen. „Wir sollten Wasser in niederschlagsreichen Zeiten besser nutzen können, damit es uns in längeren Trockenperioden nicht fehlt. Gerade für den Obstbau können solche Möglichkeiten einen wichtigen Beitrag leisten“, so Wernet. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeige, dass der Bedarf bereits gestiegen sei. Nach den im Ausschuss vorgestellten Zahlen hat sich die bewässerte Fläche in Baden-Württemberg zwischen 2009 und 2022 um 61 Prozent vergrößert. Die dafür eingesetzte Wassermenge hat sich im gleichen Zeitraum mehr als verdoppelt. „Die Zahlen machen deutlich, dass wir das Thema nicht erst dann angehen dürfen, wenn der nächste trockene Sommer da ist. Wir brauchen Lösungen, die langfristig funktionieren und für die landwirtschaftlichen Betriebe auch praktisch umsetzbar sind“, betont Wernet. Die geplante Anhörung bietet aus ihrer Sicht die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen. „Mir ist wichtig, dass neben den fachlichen Erkenntnissen auch die Erfahrungen der Betriebe Gehör finden. Wer täglich mit den Auswirkungen von Hitze und Trockenheit arbeitet, weiß sehr genau, wo es in der Praxis noch Lösungen braucht“, erklärt Wernet.
Bild: Stefanie Wernet
25.09.2026


