
Winden im Elztal. Ein weiterer bedeutender Meilenstein für die Entwicklung des ländlichen Raums: Auf Einladung der Teilnehmergemeinschaft der Flurbereinigung Winden im Elztal überreichte Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL im Jagdhaus „Alke“ den Bewilligungsbescheid für die fünfte Tranche des Flurbereinigungsverfahrens. Gemeinsam mit der direkt gewählten Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Emmendingen, Stefanie Wernet MdL, Bürgermeister Klaus Hämmerle, der Teilnehmergemeinschaft (Vorsitzender Clemens Bieniger) sowie Vertreterinnen und Vertretern des Landratsamtes Emmendingen, der Flurbereinigungsbehörde und der CDU-Ortsvorsitzenden Marita Schmieder wurde damit der bislang höchste Einzelzuschuss innerhalb des Verfahrens offiziell übergeben.
Mit der nun bewilligten fünften Tranche unterstützt das Land Baden-Württemberg den Bau von acht Hofzufahrten im Ortsteil Oberwinden mit 638.152 Euro. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 808.000 Euro. Insgesamt wurden im Rahmen des Verfahrens bereits Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über 2,14 Millionen Euro auf den Weg gebracht, wovon das Land rund 1,69 Millionen Euro trägt. Langfristig umfasst die Flurbereinigung ein Gesamtvolumen von rund 4,5 Millionen Euro.
Die Flurbereinigung Winden zählt zu einem der wichtigsten Strukturprojekte im Elztal. Bereits im Jahr 2002 stellten die Gemeinde Winden im Elztal, der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband und die örtlichen landwirtschaftlichen Ortsvereine den Antrag auf Einleitung des Verfahrens. Seit der Anordnung im Jahr 2010 wird das Projekt Schritt für Schritt umgesetzt. Ziel ist es, die Bewirtschaftungsbedingungen für die landwirtschaftlichen Betriebe nachhaltig zu verbessern, die Infrastruktur auszubauen, die Kulturlandschaft zu sichern und die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums langfristig zu stärken.
Stefanie Wernet begleitet das Verfahren bereits seit längerer Zeit. Schon während des Landtagswahlkampfs suchte sie den Austausch mit der Teilnehmergemeinschaft und der Gemeinde Winden im Elztal. Nach ihrer Wahl griff sie das Anliegen unmittelbar wieder auf, hielt den engen Kontakt zur Teilnehmergemeinschaft und setzte sich gegenüber dem Landwirtschaftsministerium für eine zügige Fortführung des Verfahrens und die Bewilligung der nächsten Tranche ein. Bereits im Jahr 2020 hatte der damalige Minister Peter Hauk MdL den ersten Förderbescheid in Winden übergeben. Die nun erfolgte Bewilligung knüpft an diesen Weg an und ermöglicht die Umsetzung eines weiteren wichtigen Bauabschnitts. „Die Flurbereinigung ist mehr als ein Wegebauprojekt“, betonte Wernet. „Sie stärkt unsere landwirtschaftlichen Familienbetriebe, verbessert die Bewirtschaftung der Flächen, sichert die Erreichbarkeit der Höfe und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft. Wer den ländlichen Raum stärken will, muss genau hier investieren. Deshalb freue ich mich sehr, dass wir heute gemeinsam diesen wichtigen Schritt für Winden im Elztal gehen können.“
Besonders hob Wernet die Leistung der Teilnehmergemeinschaft hervor: „Hinter diesem Verfahren stehen Menschen, die sich seit vielen Jahren mit außergewöhnlichem Engagement ehrenamtlich einbringen. Die Mitglieder des Vorstands der Teilnehmergemeinschaft übernehmen große Verantwortung und investieren unzählige Stunden für ihre Heimat. Dieses ehrenamtliche Engagement verdient große Anerkennung. Die Flurbereinigung Winden zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Ehrenamt, Grundstückseigentümer, Gemeinde, Fachverwaltung und Landespolitik über viele Jahre hinweg vertrauensvoll und verlässlich zusammenarbeiten. Genau dieses Miteinander ist die Grundlage dafür, dass solche Projekte erfolgreich umgesetzt werden können.“
Im Anschluss an die Übergabe des Förderbescheids trugen sich Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL und Stefanie Wernet MdL in das Goldene Buch der Gemeinde Winden im Elztal ein. Beim anschließenden Bauernvesper mit regionalen Spezialitäten bot sich Gelegenheit zum persönlichen Austausch über die weitere Entwicklung der Flurbereinigung sowie über aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft und des ländlichen Raums.
Zum Abschluss sagte Wernet: „Die heutige Förderzusage ist weit mehr als ein finanzieller Bescheid. Sie ist ein starkes Signal der Verlässlichkeit gegenüber den Menschen vor Ort und ein klares Bekenntnis des Landes zum ländlichen Raum. Solche Projekte entstehen nicht von heute auf morgen, sie brauchen Beharrlichkeit, Vertrauen und eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten. Mein herzlicher Dank gilt der Teilnehmergemeinschaft, der Gemeinde, den beteiligten Behörden und der Landesregierung. Gemeinsam arbeiten wir daran, dieses für Winden und das gesamte Elztal so wichtige Verfahren erfolgreich fortzuführen und zum Abschluss zu bringen.“
Bild 1: v.l.n.r. Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft Clemens Bieniger, Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL, Stefanie Wernet MdL, Bürgermeister Klaus Hämmerle
Bild 2: v.l.n.r. Reiner Birkle, Dr. Martin Schreiner, Friedhelm Fakler, Bürgermeister Klaus Hämmerle, Thomas Striebel, Staatssekretärin Sarah Schweizer MdL, Karl Fischer, Clemens Bieniger, Jürgen Baumann, Stefanie Wernet MdL, Robert Reichenbach, Marita Schmieder
13.07.2026



